Der spanische Wasserhund

Die Heimat dieses Hundes ist Spanien, vor allem ist er in Südspanien/Andalusien verbreitet.

Er hat die gleiche Abstammung wie der alte Barbet.

Über seine Herkunft gibt es zwei Theorien: Nach der einen soll er von den Mauren aus Nordafrika mitgebracht worden sein, nach der anderen sollen Türken diesen Hund bei der Ausfuhr von Merinoschafen mitgebracht haben.

 

Es gibt 3 verschiedenen Typen:

 

Der Typ des Nordens, den sogenannten Perro del Cantabrico, ist weiß und hat das dichteste Fell, um ihn vor der Kälte des Wassers zu schützen. Er wurde in weiß/hell gezüchtet, damit ihn die Fischer bei Dunkelheit und im Wasser besser erkennen konnten. Er hat eine besonders stark ausgeprägte Unterwolle. Er war der ursprüngliche Helfer des Fischers. Als Fischereihund verdiente er sein eigenes Geld und seinen eigenen Anteil an Fisch. Er war somit sehr kostbar für die armen Fischer und man brachte ihnen bei, nicht mit fremden Menschen mit zu gehen. Die meisten Perros zeigen sich fremden Menschen gegenüber immer noch distanziert und lassen sich nicht von jedem streicheln. Als Fischerhelfer brachte er die Netze ins Wasser und zog sie auch ans Land, sogar Fischschwärme trieb er in die Netze. Der Perro befreite die Boote von Mäusen und Ratten. Er bewachte die Boote nach getaner Arbeit und rettete sogar die in Seenot geratenen Menschen!

 

Der Typ der Berge, der typische "Sierra", ist groß und kräftig, seine Vorfahren waren einst die geschätzten Hütehunde aus den Bergen. Das Fell ist mit Unterwolle bestückt und es ist sehr lockig. Er ist am häufigsten in Andalusien anzutreffen.

 

Der Typ "Marismeño" er hat keine Unterwolle und bei langem Haar bildet es pflegeleichte Rastalocken. Dieser typische Perro de Agua hat seine Heimat rings um Sevilla. Ihn verwendeten die Spanier ursprünglich als Jagdhund zum Aufstöbern des Federviehs und zum Apportieren des Wasserwilds. Sein Körperbau ist schmaler und nicht so kräftig entwickelt wie beim Sierra Typ, er ist aber sehr schnell, geschickt und wendig.

Langes Haar bildet bei allen Typen zottelige Zöpfe, ähnlich wie beim Puli oder Komondor.

Aufgrund seiner hohen Anpassungsfähigkeit wird er immer mehr als Familienhund gezüchtet.

Hierzulande ist die Rasse noch nicht allzu bekannt.

 

 

Größe und Gewicht:

Der Perro de Agua Español ist ein mittelgroßer Wasserhund.

Hündinnen haben eine Widerristhöhe von 40 – 46 cm und sollten ein Gewicht von 14 – 18 kg haben.

Rüden haben eine Widerristhöhe von 44 – 50 cm und sollten ein Gewicht von 18 bis 22 kg haben.

Bei beiden Geschlechtern ist eine maximale Abweichung von 2 cm zulässig.

 

Beschreibung:

Der Perro ist ein wohlproportionierter, rustikaler, eher gestreckter Hund, der kräftig gebaut ist. Sein Fell ist immer gelockt und wollig in der Textur. Er gehört zu den nichthaarenden Hunderassen. Er wird nie gekämmt oder gebürstet. Sein Fell wird etwa 2-3x jährlich einheitlich kurz geschoren.

Ist das Fell lang, bildet es Zotten. Diese müssen gelegentlich auseinander gezogen werden, damit ausreichend Luft an die Haut kommt und dementsprechend atmen kann.

Regelmäßiges Schwimmen fördert die Zottenbildung!

Da er keinen Fellwechsel hat, macht ihn das zu einem beliebten Familienhund. Für Tierhaarallergiker ist er besser geeignet als andere, haarende Hunde. Es gibt aber keine Garantie, dass der Mensch nicht doch allergisch auf einen nichthaarenden Hund reagiert. Man sollte sich vor Aufnahme eines Welpen auf alle Fälle testen lassen und auch bedenken, dass man auch auf Speichel der Tiere reagieren kann. Außerdem bringt ein Perro mit langem Fell auch reichlich Pollen etc mit ins Haus wenn e 

 

 

Farben

 

Es gibt ihn in den Farben Schwarz, Weiß und Braun. Auch zweifarbig, dann in Schwarz mit Weiß oder Braun mit Weiß ist er anzutreffen.

 

Wesen


Der Spanische Wasserhund ist sehr intelligent, lern- und arbeitsfreudig, sehr gehorsam und leicht zu erziehen. Er schließt sich eng an seinen Menschen an, ist freundlich, fröhlich, treu und unternehmungslustig. Für Kinder ist er ein unermüdlicher Spielgefährte. Weiterhin zeichnet er sich durch seine Robustheit und seine Anpassungsfähigkeit aus. Der Perro de Agua ist sportlich, schnell, geschickt und ausdauernd. Fremden gegenüber ist er anfangs distanziert. Hat er Vertrauen gefasst ist er ein unkomplizierter Hund.

Verwendung


In Spanien werden sie als Hüte-, Stöber- und Apportierhunde für die Jagd und als Helfer der Fischer eingesetzt.

Man findet sie auch immer häufiger als Rettungs- bzw. als Diensthunde im Einsatz.

Er eignet sich hervorragend als Wachhund, der Eindringlinge lautstark verbellt und diese umkreist ohne gleich aggressiv zu werden.

Heutzutage wird er auch als Behinderten- und Begleithund, sowie Therapiehund eingesetzt, da diese Rasse sehr anpassungsfähig und einfühlsam ist.

Letztendlich ist er aber auch als Familienhund bestens geeignet, der allerdings, wie alle Arbeitshunde, ausreichend Bewegung und Beschäftigung, also viel Zeit und Ausdauer seiner Besitzer benötigt.

Hundesport wie Agility, Flyball, Fährtenarbeit, Obedience, Dogdance und natürlich die Wasserarbeit machen ihm besonders viel Spaß. Der spanische Wasserhund benötigt sowohl körperliche als auch geistige Beschäftigung, damit er ausgelastet ist.

© 2019 by Gerlinde Schlag